Meinungslenkung. Jetzt und früher. Im Gespräch mit Georg Kremnitz, Wien

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

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Verschwörungstheorien, gelenkte Wahlen, Fake news – das Thema Meinungslenkung ist derzeit überall präsent. Akademiemitglied Georg Kremnitz (Wien) hat vor Kurzem sein Buch "Meinungslenkung" veröffentlicht, in dem er aktuelle Formen von Meinungslenkung sichtbar macht, zugleich aber auch einlädt zu einem Gang durch die Geschichte der Meinungslenkung, sei es als Zensur oder als Propaganda. Willkommen zu einem gemeinsamen Online-Gespräch Wien-Leipzig unter dem Motto "Wissenschaft auf dem Sofa"! Mit

Meinungslenkung in ihren verschiedensten Form kennen wir, seit es organisierte Gesellschaften und Öffentlichkeit gibt. Abwechselnd stehen ihre verschiedenen Formen im Vordergrund - sei es seit der Erfindung des Buchdrucks für lange Zeit vor allem die »negative« Meinungslenkung: die Zensur; sei es seit einiger Zeit, vor allem aufgrund technischer Fortschritte, ihre »positive« Schwester: Werbung, Propaganda, Diskurslenkung usw. Alle diese Bezeichnungen sind nichts anderes als Versuche, die Meinung der Leser, Hörer, Zuschauer zu beeinflussen und, wenn es geht, andere Auffassungen gar nicht erst in ihr Blickfeld treten zu lassen. Mit seinem Buch "Meinungslenkung" möchte Georg Kremitz die Entwicklung der Meinungslenkung nach den notwendigen terminologischen Klärungen anhand eines Ganges durch die Geschichte beleuchten, besonders auf neuere Verschiebungen eingehen und Gefahren und Möglichkeiten der aktuellsten Tendenzen aufzeigen. Es geht um die ewige Spannung zwischen Meinungsfreiheit und Schutz der Persönlichkeit. Prof. Georg Kremnitz