Rekonstruktion von beschädigtem Bargeld durch den ePuzzler

Achtung Datenschutz - bitte lesen!

Auf dieser Seite werden Inhalte (Video, Audio oder Ähnliches) von externen Webseiten (wie beispielsweise Youtube, Vimeo, SoundCloud oder ähnlichen Anbietern) über einen i-Frame eingebunden. Hierbei wird eine Verbindung zu den Servern dieser Anbieter hergestellt und es können dabei personenbezogene Daten an diese übermittelt werden.
Diese Verbindung kommt allerdings erst mit einem Klick auf den nachfolgenden "Jetzt aktivieren"-Link oder das Play-Icon zu Stande.
Lesen Sie hierzu bitte noch unsere Hinweise zum Datenschutz

Jetzt aktivieren

Programminfo:

Im Nationalen Analysezentrum der Deutschen Bundesbank in Mainz gehen pro Jahr etwa 30 000 Anträge für den Ersatz von beschädigtem Bargeld ein. Um die Rekonstruktion in Fällen mit sehr vielen Banknotenfragmenten zu erleichtern, hat die Bundesbank gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Kommunikationstechnik den sogenannten ePuzzler entwickelt.

Die Bundesbank leistet im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags für beschädigte Euro- und DM-Banknoten Ersatz, sofern mehr als die Hälfte des Geldscheines vorliegt oder nachgewiesen werden kann, dass der Rest vernichtet wurde. Dafür muss jede Banknote im Nationalen Analysezentrum in Mainz überprüft werden. Jedes Jahr gehen im Analysezentrum etwa 30 000 Erstattungsanträge ein, im Jahr 2019 wurde beschädigtes Bargeld in Höhe von 42 Millionen Euro ersetzt. „Die Prüfung der zerrissenen, geschredderten oder zerschnittenen Banknoten ist für die Beschäftigten eine zeitaufwendige „Puzzlearbeit“, bei der sie die einzelnen Teile zusammensetzen müssen“, erläutert Johannes Beermann, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für Bargeld. Zur Unterstützung bei besonders aufwändigen Fällen mit sehr vielen Kleinteilen unterschiedlicher Banknoten hat die Bundesbank deshalb gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK ein digitales Assistenzsystem zur Wiederherstellung stark beschädigter Euro-Banknoten entwickelt. Das System basiert auf dem sogenannten „ePuzzler“ des Fraunhofer IPK, der unter anderem schon für die Rekonstruktion zerrissener Stasiakten eingesetzt wurde. Das neue Assistenzsystem der Bundesbank besteht aus einem Großformatscanner, einem Server mit hoher Rechnerleistung, einer Rekonstruktionssoftware sowie dem zugehörigen Bildschirmarbeitsplatz. Die Bundesbank-Fachleute scannen mit dem Gerät die Banknotenfragmente ein und der digitale Helfer errechnet die Wahrscheinlichkeiten für die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Teile. Anhand dieser Ergebnisse setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Noten virtuell zusammen. „Es ist eine weltweit einzigartige Technologie, die in besonders schwierigen Fällen zum Einsatz kommen kann“, so Beermann. Das Verfahren ist seit rund einem Jahr in der Bundesbank im Einsatz. Auch die Einreicher beschädigter Banknoten profitieren von dem neuen digitalen Hilfsmittel: Durch die Zeitersparnis in der Prüfung kann der Wert der ersetzten Banknoten schneller ausgezahlt werden.

Passend zu diesem Programmpunkt:

Interact /
ca. 360 min
Meine Nacht

Die Aufgaben der Deutschen Bundesbank

Rundgang
Deutsche Bundesbank | Hauptverwaltung in Sachsen und Thüringen
Die Deutsche Bundesbank ist im Rahmen des Eurosystems an dessen geldpolitischen Entscheidungen beteiligt und setzt diese in Deutschland um. Sie sorgt für die Bargeldversorgung sowie einen reibungslosen unbaren Zahlungsverkehr und ist in die Aufsicht über die Kreditinstitute eingebunden. Sie berät die Bundesregierung und vertritt Deutschland in internationalen Gremien. Ferner engagiert sie sich in der ökonomischen Bildung und informiert die Öffentlichkeit über zentralbankrelevante Themen.